19. und 20. Jhd.

  • 1848 erfolgte die einzige "Erstürmung" der Festung durch den Schornsteinfegergesellen Sebastian Abratzky.
  • 1849 diente der Königstein, während des Maiaufstandes in Dresden, erneut als Zufluchtsort für die sächsische Königsfamilie. Nach der Niederschlagung des Aufstandes, nahm er die verhafteten Revolutionäre als Gefangene auf.
  • 1866 musste der Königstein, auf Grund des für Sachsen verlorenen Preußisch-Österreichischen Krieges, an einen preußischen Kommandanten übergeben werden und erhielt eine preußische Besatzung.
  • 1870 diente der Königstein während des Deutsch-Französischen Krieges erstmals als Kriegsgefangenenlager.
  • 1871 gliederte man den Königstein nach der Reichsgründung, als einzige sächsische Anlage, in das gesamtdeutsche Festungssystem ein und er erhielt wieder eine sächsische Garnison.
  • 1913 wurde die Kommandantenstelle aus dem Militäretat gestrichen und der Festungscharakter aufgehoben.
  • 1914 diente der Königstein als Kriegsgefangenenlager für russische und französische Offiziere und Soldaten.
  • 1921 richtete man ein Reichswehrkurlazarett ein.
  • 1939 nutzte man den Königstein zunächst als Kriegsgefangenenlager für polnische Gefangene, später für französische Generäle und Offiziere.
  • 1942 gelang dem französischen General Henri Giraud die Flucht aus dem Offiziersgefangenenlager.
  • 1945 übergab die Besatzung das Kommando den französischen Kriegsgefangenen. Später wurde das Gefangenenlager von einer amerikanischen Sondereinheit evakuiert und die Festung von der Roten Armee besetzt, die auf dem Königstein ein Lazarett einrichtete.
  • 1949 diente der Königstein als Jugendwerkhof. Hier wurden politisch unbequeme Jugendliche und solche, die infolge der Kriegswirren straffällig geworden waren, erzogen und ausgebildet.