Burg wird Festung

Die Burg

  • 1233 fand man die älteste schriftliche Erwähnung einer Burg auf dem Königstein. In einer Urkunde König Wenzels I. von Böhmen wird ein "Burggraf Gebhard vom Stein" genannt. Während dieser Zeit gehört die mittelalterliche Burg zum böhmischen Königreich.
  • 1241 tauchte die erste vollständige Bezeichnung "Königstein" in der Oberlausitzer Grenzurkunde auf, welche Wenzel I. "in lapide regis" (lat.: auf dem Stein des Königs) siegelte.
  • 1406/08 gelangte, während der Dohnaischen Fehde, die Anlage in den Besitz des sächsischen Herrschergeschlechtes der Wettiner.
  • 1459 wurde mit dem Vertrag zu Eger dieser Besitzübergang rechtlich fixiert.

Das Kloster

  • 1516 bezogen zwölf Cölestinermönche und ein Prior das von Herzog Georg dem Bärtigen gegründete "Kloster des Lobes der Wunder Mariae" auf dem Königstein, welches bis 1524 bestand.
  • 1563 wurde auf Befehl des Kurfürsten August, unter der Leitung des Freiberger Bergmeisters Martin Planer, der mit 152,5 Metern tiefste Brunnen in Sachsen abgeteuft.

Der Ausbau zur Festung

  • 1589 befahl Kurfürst Christian I. den Ausbau der Burg zur Landesfestung. Bis 1594 entstanden u. a. das Torhaus, die Streichwehr, die Alte Kaserne, die Friedrichsburg und das Alte Zeughaus.
  • In den folgenden Jahrhunderten wurden die Verteidigungsanlagen immer wieder auf den neuesten Stand gebracht, so dass es kein Feind wagte, die Festung anzugreifen. Auf Grund der militärischen Uneinnehmbarkeit des Königsteins suchten die sächsischen Landesherren in unruhigen Zeiten hinter den dicken Mauern Zuflucht und bewahrten hier Kunstschätze und den Staatsschatz auf.
  • Wegen seiner landschaftlich reizvollen Lage war der Königstein auch beliebtes Ausflugsziel des Hofes und Veranstaltungsort für zahlreiche Feste.